Die Containerbeladung und die Palettenordnung im Export von frischem Obst und Gemüse entscheiden darüber, in welchem Zustand die Ware beim Käufer ankommt. Eine Partie, die im Kühllager bei 0–2 °C gelegen hat, verdirbt innerhalb von fünf Tagen, wenn der Stapel im Container den Luftweg versperrt. Die folgenden Abschnitte führen von der Kistengröße bis zum Ladenachweis.
Von der Kiste zur Palette
Die übliche Exportkiste misst 30 × 40 × 14 cm, die Europalette 80 × 120 cm. Beide Maße passen ohne Rest zusammen: zwei Kisten über die 80-cm-Seite, drei über die 120-cm-Seite, acht Kisten je Lage, keine Lücke.
Im Export sind zwei Palettenmaße gebräuchlich. Die Europalette misst 80 × 120 cm, die Industriepalette 100 × 120 cm. Die meisten europäischen Käufer verlangen Europaletten, weil ihre Regalanlagen auf dieses Maß ausgelegt sind. Die Hitzebehandlung nach ISPM 15 samt Stempel am Klotz ist eine eigene Anforderung und wird an der Grenze geprüft.

Wie viele Paletten passen in einen Container
Ein Kühlcontainer fasst weniger als ein Trockencontainer gleicher Länge. Die Wandisolierung und das Kühlaggregat an der Stirnseite kosten Raum. Übliche Werte:
- 20′-Kühlcontainer: rund 5,4 m Innenlänge, 9–10 Europaletten
- 40′-Kühlcontainer: rund 11,5 m Innenlänge, 20–23 Europaletten
- 40′-High-Cube-Kühlcontainer: etwa 2,50 m Innenhöhe, rund 67 m³, 23 Europaletten
Die Werte unterscheiden sich je nach Reederei und Containermodell. Fordern Sie deshalb vor der Ladeplanung das Datenblatt der konkreten Einheit an.
Die Zuladung eines 40′-Kühlcontainers liegt bei etwa 26.000–28.000 kg. Bei frischem Obst und Gemüse wird diese Grenze selten erreicht, denn der Container ist nach Volumen voll, lange bevor er nach Gewicht voll ist. Eine typische Ladung wiegt zwischen 20 und 24 Tonnen. Auch die Achslastgrenzen im Straßenverkehr sind zu beachten, da die Zugmaschine zum Hafen ihnen unterliegt.
Der Luftweg
Die Kaltluft tritt aus den T-förmigen Kanälen im Boden aus, zieht unter den Paletten hindurch, steigt durch die Ladung nach oben und kehrt entlang der Decke zum Aggregat zurück. Wird dieser Kreislauf unterbrochen, läuft das Aggregat weiter, die Ware erwärmt sich trotzdem.
Drei Regeln halten ihn offen:
- Die Bodenkanäle bleiben frei. Wählen Sie einen Palettenboden, unter dem die Luft durchziehen kann.
- Die rote Lademarke wird nicht überschritten. Die rote Linie an der Containerwand markiert den Rückluftraum unter der Decke. Ein höherer Stapel staut die Luft.
- Vor den Türen bleibt Abstand. Ladung, die an den Türen anliegt, blockiert die Rückluft; die Kisten in diesem Bereich bleiben mehrere Grad wärmer.
Auch die Lüftungslöcher in den Kistenwänden müssen von Lage zu Lage übereinanderstehen. Sind sie versetzt, bricht die Luftsäule ab.
Stapelhöhe und Druckstellen
Wie viele Lagen möglich sind, hängt davon ab, welche Last die Frucht trägt. Zitrusfrüchte und Äpfel vertragen mehr Lagen als weiches Obst. Für Erdbeeren, Feigen und angereifte Pfirsiche wird die Lagenzahl verringert.
Die Frucht selbst ist der Maßstab. Öffnen Sie eine Kiste aus der untersten Lage: Zeigen sich Druckstellen an der Schulter, ist der Stapel zu hoch. Diese Prüfung gehört in die Beladung und nicht in den Wareneingang des Käufers. Die Last soll auf den Kistenwänden liegen, nicht auf der Frucht — und wenn die Kisten nicht bündig aufeinanderstehen, wandert sie von der Wand auf die Ware.
Auch die Temperaturführung unterscheidet sich je Erzeugnis. Steinobst verlangt 0–2 °C, Orangen und Mandarinen 4–8 °C, Paprika 7–9 °C, Auberginen 10–12 °C, Grapefruit und Zitronen 10–14 °C. In einen Container gehören deshalb nur Erzeugnisse mit gleicher Temperaturführung.
Ladungssicherung
Auf See steht ein Container nie still. Eine ungesicherte Palette kippt und zerdrückt, was unter ihr liegt.
- Stretchfolie macht aus der Palette einen Körper. Die unteren drei Lagen werden bis auf das Deck mitgewickelt, damit Ladung und Palette gemeinsam arbeiten.
- Kantenschutz steht senkrecht an den vier Ecken. Er verteilt den Zug der Folie und schützt die Ränder der oberen Kisten.
- Zwischenwände und Luftsäcke füllen die Lücken zwischen den Paletten. Alles über 10 cm wird ausgefüllt.
Die Folie darf die Lüftungslöcher nicht verschließen. Deshalb kommt perforierte Folie oder eine Wicklung mit bewusst gelassenen Abständen zum Einsatz.
Vorkühlung und Containertemperatur
Ein Kühlaggregat hält die Temperatur, es senkt sie nicht. Für warm eingeladene Ware ist es nicht ausgelegt. Bringen Sie das Erzeugnis im Kühllager auf die Zieltemperatur, bevor es in den Container geht.
Auch der Container läuft vor der Beladung auf den Sollwert herunter. Die Laderampe bleibt gekühlt, die Türen bleiben so kurz wie möglich offen. Nach der Beladung wird die Rücklufttemperatur des Aggregats abgelesen und festgehalten.
Nachweise für den Käufer
Der Käufer will wissen, wie der Container gebaut wurde, bevor er die Ware sieht. Zu jeder Sendung gehören:
- Palettenliste mit Palettennummer, Erzeugnis, Sorte, Kistenzahl sowie Brutto- und Nettogewicht
- Ladefotos: leerer Container, erste Palettenreihe, fertiger Stapel, geschlossene Türen mit Siegelnummer
- Einstellungen des Aggregats: Sollwert, Frischluftklappe, gegebenenfalls Feuchteregelung
- Seriennummer des Datenloggers und seine Position im Container
Im Reklamationsfall verkürzen diese Aufzeichnungen die Diskussion. Zeigt das Foto den freien Türabstand, ist die Ursache einer Temperaturabweichung woanders zu suchen.
Über Hatipoğlu Tarım
Hatipoğlu Tarım wurde 2002 in Antalya gegründet und exportiert Obst und Gemüse unter der Marke FİNİKE. Das Sortiment umfasst 128 Erzeugnisse und geht in 42 Länder. Fünf Betriebsstätten — Serik, Kepez, Mavikent (Kumluca), Yenişehir (Bursa) und Alaşehir (Manisa) — verteilen die Ernte über das ganze Jahr. ISO 9001, ISO 22000, ISO 10002, GLOBALG.A.P. IFA und GRASP decken Anbau und Versand ab.
Nennen Sie uns Erzeugnis und Bestimmungsort, dann erarbeiten wir den Ladeplan gemeinsam.

