Der größte Vorteil der Türkei im Export von frischem Obst und Gemüse liegt nicht in der Sortenvielfalt, sondern im Kalender. Dieselbe Ware reift in den einzelnen Regionen zu unterschiedlichen Zeiten, sodass die Saison nie von einem einzigen Anbaugebiet abhängt. Endet in der einen Region die Ernte, beginnt sie in der nächsten.
Wie die Regionen die Saison aufteilen
Antalya und Umgebung sind das Zentrum des geschützten Anbaus. Die Gewächshäuser entlang der Linie Kumluca–Demre–Serik liefern Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini über alle zwölf Monate hinweg. Ein großer Teil des Gemüses, das im Winter nach Europa geht, stammt von hier.
Bursa und Umgebung kommen im späten Frühjahr und frühen Sommer zum Zuge. Bei Kirschen, Pfirsichen und Feigen liegt der dortige Kalender etwa einen Monat hinter Antalya — und genau dieser Abstand verlängert die Saison.
Manisa und die inneren Ägäisgebiete sind Traubenland. Rund um Alaşehir werden Sultana- und Crimson-Sorten von Mitte August bis Anfang November geerntet.
Die Saison nach Warengruppen
In groben Zügen verläuft der Kalender so:
- Wintergemüse (Dezember–März): Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Auberginen aus dem Gewächshaus. In dieser Zeit ist die Nachfrage in Europa am höchsten.
- Frühjahr (April–Juni): Erdbeeren, Aprikosen, Pflaumen, grüne Pflaumen und frische Hülsenfrüchte, anschließend Kirschen.
- Sommer (Juli–September): Wassermelonen, Zuckermelonen, Pfirsiche, Feigen, Trauben und grüne Bohnen.
- Herbst (Oktober–Dezember): Granatäpfel, Quitten, Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte — und wieder Gewächshausgemüse.
Warum Saisonanfang und Saisonende zählen
Die Qualität bleibt über eine Saison hinweg nicht gleich. In den ersten Wochen fällt die Ware meist kleiner aus und der Preis liegt hoch. Die mittlere Phase ist sowohl bei der Sortierung als auch beim Preis am ausgewogensten. Gegen Ende wird die Ware größer, das Fruchtfleisch jedoch weicher und die Haltbarkeit kürzer.
Für lange Transportwege wird deshalb die Saisonmitte gewählt. Ware vom Saisonende eignet sich eher für kurze Strecken oder für die Verarbeitung.
Was der Kalender an der Planung ändert
Für den Käufer beantwortet ein Saisonkalender mehr als die Frage, was wann verfügbar ist. Ein Blick darauf vor der Bestellung heißt: im Voraus wissen, aus welcher Region die Ware kommt und welche Sortierungen zu erwarten sind.
Dass wir in fünf verschiedenen Anbaugebieten Betriebe unterhalten, ermöglicht es uns, diesem Kalender lückenlos zu folgen. Schließt die Saison der einen Region, öffnet die der nächsten — deshalb können wir in allen zwölf Monaten verladen.
Was in diesem Monat verladen wird, sehen Sie unter Jetzt in Saison; für Ihre Saisonplanung sprechen Sie uns an.

