Im Frischwarenexport aus Antalya fragt der Käufer selten zuerst nach dem Preis. Zuerst geht es um Zertifikate: wie die Ware angebaut wurde, welche Audits der Betrieb bestanden hat und wie weit sich die Spur zurückverfolgen lässt, wenn etwas schiefgeht. Die Antworten stehen in den Zertifikaten.
GLOBALG.A.P. — das Regelwerk für das Feld
GLOBALG.A.P. prüft, wie eine Kultur angebaut wird. Der Umfang ist weit gefasst: welches Pflanzenschutzmittel wann und in welcher Menge eingesetzt wurde, die Analyse des Bewässerungswassers, die Düngeraufzeichnungen, die Hygiene der Erntehelfer und der Nachweis, von welcher Parzelle eine Partie stammt.
Für die meisten europäischen Handelsketten ist das Zertifikat eine Grundvoraussetzung. Ware von einem nicht zertifizierten Erzeuger kommt nicht ins Regal, wie gut sie auch sein mag. Die Fassung IFA — Integrated Farm Assurance — deckt die Erzeugung von Obst und Gemüse vollständig ab.
GRASP ergänzt sie als soziale Zusatzbewertung und betrifft Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Europäische Käufer verlangen diesen Zusatz zunehmend gesondert.
ISO 22000 — Lebensmittelsicherheit im Betrieb
Sobald die Ware das Feld verlässt, geht die Verantwortung an den Packbetrieb über. ISO 22000 legt fest, wie dort die Lebensmittelsicherheit gesteuert wird: Gefahrenanalyse, kritische Lenkungspunkte, Reinigungsprogramm, Schulung des Personals und Rückrufverfahren.
Das Zertifikat soll kein System auf dem Papier beschreiben, sondern anhand von Aufzeichnungen belegen, dass das System läuft. Kommt der Auditor in den Betrieb, sieht er sich die Temperaturprotokolle der Kühlräume an, die Reinigungspläne und die Chargenverfolgung.
ISO 9001 und ISO 10002
ISO 9001 ist ein Qualitätsmanagementsystem: Prozesse müssen festgelegt, messbar und wiederholbar sein. ISO 10002 regelt den Umgang mit Kundenbeschwerden — wie eine Beschwerde erfasst wird, in welcher Frist sie beantwortet wird und was geschieht, damit sie sich nicht wiederholt.
Beide betreffen die Lebensmittelsicherheit nicht unmittelbar, sind für gewerbliche Käufer aber wichtig. In langfristigen Verträgen zeigen sie, dass der Lieferant nach einem System arbeitet und nicht nach Gewohnheit.
Rückverfolgbarkeit: die eigentliche Arbeit hinter den Papieren
Alle Zertifikate laufen auf eine Frage hinaus: Woher stammt diese Kiste? Rückverfolgbarkeit heißt, von einer einzelnen Kiste aus zurückgehen zu können — zur Parzelle, zum Erntetag, zur Erntekolonne und zum Kühlraum, in dem sie gestanden hat.
Geht etwas schief, entscheidet dieser Nachweis über den Umfang des Rückrufs. Ein Lieferant mit Rückverfolgbarkeit ruft eine Charge zurück; ein Lieferant ohne sie verliert die gesamte Sendung.
Zertifizierung bei Hatipoğlu Tarım
Unsere Betriebe sind nach ISO 9001, ISO 22000 und ISO 10002 zertifiziert. Auf der Erzeugerseite werden wir nach GLOBALG.A.P. IFA und GRASP auditiert. Alle Audits führen unabhängige Stellen in regelmäßigen Abständen durch.
Sehen Sie sich unsere Zertifikate an oder sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, welchen Zertifizierungsumfang Ihr Markt verlangt.

