Die Kapia-Paprika, türkisch Kapya, ist die Sorte, an die man in der Türkei bei roter Paprika zuerst denkt. Die Frucht ist lang, flach und kegelförmig, das Fruchtfleisch dick, die Farbe dunkelrot, das Aroma süß. Scharf ist sie nicht. Dass diese vier Eigenschaften zusammenkommen, macht sie zur gefragten Ware zum Rösten, für Paprikamark und zum Trocknen. Dieser Leitfaden beschreibt für Importeure und Großhändler die Eigenschaften der Sorte, ihre Saison, die Qualitätskriterien und die Versandbedingungen. Hatipoğlu Tarım ist ein Paprika-Exporteur aus Antalya in der Türkei und liefert Kapia-Paprika das ganze Jahr über; die folgenden Angaben entsprechen den Kriterien, die im täglichen Export von frischer Paprika aus der Türkei gelten.
Was die Kapia-Paprika von anderen Sorten unterscheidet
Der Handelswert der Kapia-Paprika liegt in der Dicke des Fruchtfleischs. Dickes Fruchtfleisch zerfällt beim Rösten nicht, die Haut lässt sich leicht abziehen, und bei der Verarbeitung zu Paprikamark ist die Ausbeute hoch. Auch Blockpaprika ist dickfleischig, hat aber die Blockform; die flache, lange Kapya liegt dagegen sauberer auf dem Grill, auf dem Backblech und im Glas. Ein erheblicher Teil der Ware, die der europäische Lebensmitteleinzelhandel als rote Spitzpaprika verkauft, gehört zu diesem Typ.
Im Deutschen heißt die Sorte Kapia-Paprika, im Englischen „kapia“ oder „capia pepper“. Wer in der Korrespondenz neben dem Sortennamen auch Farbe, Länge und die erwartete Fruchtfleischdicke nennt, beugt Missverständnissen vor.
Wann es Kapia-Paprika gibt
Das Kapya-Programm von Hatipoğlu Tarım läuft dank geschütztem Anbau das ganze Jahr. Am stärksten ist der Spätsommer, wenn die Freilandware hinzukommt. In diesen Monaten ist die Menge am größten und der Preis am günstigsten; deshalb konzentrieren sich die Einkäufe für Paprikamark und Röstware auf August und September.
In den Wintermonaten kommt die Ware aus dem Gewächshaus. Die Mengen sind kleiner als im Spätsommer, die Lieferung reißt aber nicht ab. Wer ein Ganzjahresprogramm aufbauen will, sollte vor allem die Mengen für die Winterwochen frühzeitig anmelden. Wie der geschützte Anbau den Kalender verändert, zeigt unser Beitrag Ganzjährige Verladung.
Qualitätskriterien: Farbe, Fruchtfleisch, Reife
Kapia-Paprika wird nach folgenden Kriterien ausgewählt:
- Farbe: Die Frucht muss vollständig dunkelrot sein. Halb ausgefärbte Früchte kommen nicht in eine Partie für den Frischmarkt.
- Fruchtfleischdicke: das Hauptkriterium bei Partien für die Verarbeitungsindustrie. Dünnfleischige Früchte senken die Ausbeute beim Rösten und im Paprikamark.
- Unversehrte Schale: keine Risse, keine Druckstellen, kein Sonnenbrand.
- Reife: Die Frucht muss fest und prall sein. Beginnt sie zu schrumpfen, hat sie Wasser verloren und ist nur noch kurz haltbar.
- Stiel: grün und frisch; ein dunkel verfärbter Stiel zeigt, dass die Ware gestanden hat.
Bei Partien für den Frischverkauf im Einzelhandel steht die einheitliche Größe im Vordergrund. Bei Verarbeitungsware ist die Größe zweitrangig; hier entscheiden Fruchtfleisch und Farbe. Geben Sie in der Bestellung den Verwendungszweck an, damit entsprechend sortiert wird.
Lagerung und Versand: 7,5 °C
Paprika ist kälteempfindlich. Die längste Haltbarkeit erreicht sie bei 7,5 °C und einer relativen Luftfeuchte von über 95 %; unter diesen Bedingungen sind es 3–5 Wochen. Steigt die Temperatur, verliert die Frucht Wasser und schrumpft. Sinkt sie, beginnen Kälteschäden: eingesunkene Stellen in der Schale, dunkle Verfärbung im Kerngehäuse, Weichwerden ohne Wasserverlust.
Die Kapia-Paprika hat dabei einen Vorteil: Voll ausgefärbte, reife Paprika verträgt Kälte besser als grüne. Trotzdem verdirbt die Ware, wenn bei Mischladungen die Temperatur auf Äpfel oder Trauben eingestellt wird. Einzelheiten finden Sie in unserem Leitfaden zur Paprikalagerung, den Saisonverlauf im Beitrag zur Paprika-Saison.
Verpackung
Kapia-Paprika wird im Karton 30 × 40 × 14 cm gepackt. Mit der Grundfläche 30 × 40 cm passen genau 8 Kartons je Lage auf die Europalette 80 × 120 cm.
Rückstände bei Lieferungen nach Europa
Paprika gehört zu den Erzeugnissen, die an der Grenze der Europäischen Union am häufigsten auf Rückstände kontrolliert werden. Jede Partie wird analysiert und das Ergebnis mit den Höchstgehalten des Zielmarkts abgeglichen. Wie diese Höchstgehalte funktionieren, erläutert unser Beitrag zu Rückstandshöchstgehalten.
Kapia-Paprika im Export: von der Ernte bis zur Verladung
Der Export von Kapia-Paprika aus der Türkei läuft in sechs Schritten: Ernte, Kühlung am selben Tag, Sortierung, Verpackung, Kühllagerung und Versand im Kühl-Lkw. Bei Hatipoğlu Tarım geschieht das alles in den eigenen Betrieben, aus einer Hand. Bei der Zuteilung von Exportware werden Zielmarkt, Vertriebskanal und Transitzeit des Kunden gemeinsam betrachtet; jede Partie für Europa wird zusätzlich auf Rückstände untersucht.
Als Paprika-Exporteur und Lieferant aus der Türkei benötigen wir für ein Angebot sechs Angaben: Sorte, Größe oder Kaliber, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Liegen sie vor, erstellen wir Verladeplan und Angebot.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Nennen Sie uns für Ihr Programm mit Kapia-Paprika Verwendungszweck, Menge und Lieferwoche — wir erstellen Plan und Preis.

