Die Granatapfel-Saison in der Türkei steht vor der Tür. Frühe Sorten kommen am Ende des Sommers auf den Markt; die Ernte der Sorte Hicaznar, die den größten Teil des Exports trägt, beginnt im Oktober. Für einen Granatapfel-Exporteur ist der September der Monat, in dem die Programme entstehen: Welches Kaliber in welcher Woche in welchen Markt geht, wird festgelegt, bevor die Ernte anläuft. Dieser Beitrag zeigt, wie die Saison Monat für Monat verläuft und was Einkäufer jetzt entscheiden sollten.
Wann die türkische Granatapfel-Saison beginnt und endet
Im Granatapfel-Programm von Hatipoğlu Tarım beginnt die Ernte im Oktober und dauert bis Mitte Dezember. Bei richtiger Kühllagerung behält die Frucht ihre Qualität bis Ende März. Der Feldkalender umfasst also zweieinhalb Monate, der Lieferkalender sechs.
Monat für Monat verläuft die Saison so:
- September: Frühe Sorten sind am Markt. Die Früchte sind kleiner als später in der Saison, die Kerne heller. Im Export ist das der Monat für Muster und Programmplanung.
- Oktober: Die Hicaznar-Ernte beginnt. Farbe und Kaliber stimmen, die ersten regelmäßigen Verladungen laufen an.
- November: der stärkste Erntemonat. Die Früchte erreichen ihre größten Kaliber. Jetzt wird sowohl für den Direktversand als auch für das Lager geerntet.
- Mitte Dezember: Die letzten Pflückdurchgänge kommen herein, die Feldsaison endet.
- Januar bis März: Verladen wird aus dem Kühllager. Winter- und Frühjahrsprogramme laufen mit Ware, die im November und Dezember eingelagert wurde.
Warum Einkäufer jetzt entscheiden sollten
Ein Granatapfel reift nach der Ernte weder nach, noch wächst er weiter. Kaliber, Farbe und Geschmack am Erntetag sind Kaliber, Farbe und Geschmack im Regal des Kunden. Daraus folgt zweierlei.
Erstens: Der Kaliberplan steht vor der Ernte. Wer große Früchte möchte, wird für die späten Pflückdurchgänge eingeplant, denn die Frucht legt am Baum weiter an Größe zu. Mitten in der Saison auf ein größeres Kaliber zu wechseln, ist meist nicht möglich: Diese Früchte sind dann entweder vergeben oder schon geerntet.
Zweitens: Das Lagerprogramm wird im November festgelegt. Welche Menge ein Kunde zwischen Januar und März abnehmen will, muss bekannt sein, während die Ware eingelagert wird. Was im November nicht eingelagert wurde, ist im Februar nicht zu bekommen.
September und Anfang Oktober sind deshalb die Zeit, um Sorte, Kaliber, Verpackung und Wochenmenge abzustimmen.
Was bei der Ernte geprüft wird
Die Erntereife wird an Schalenfarbe, Kernfarbe und Geschmack beurteilt. Die Frucht wird mit der Schere geschnitten, der Stiel bleibt kurz; ein langer Stiel würde die Nachbarfrucht im Karton verletzen.
Zwei Mängel kommen nicht in eine Exportpartie: Schalenrisse und Sonnenbrand. Ein Riss ist eine Eintrittspforte für Mikroorganismen, und Sonnenbrand gilt als optischer Mangel, selbst wenn die Kerne einwandfrei sind. Herbstregen erhöht die Gefahr von Rissen. In den Tagen nach Regenfällen wird deshalb strenger sortiert. Sortiert wird zuerst in der Plantage und dann noch einmal an der Packlinie.
Die Früchte werden am Erntetag gekühlt und in geschlossener Kühlkette versandt.
Lagerung: die Bedingungen, die die Saison bis März tragen
Die richtige Lagertemperatur für Granatäpfel liegt bei 5–7 °C, die relative Luftfeuchte bei 90–95 %. Sinkt die Luftfeuchte darunter, verliert die Schale Wasser, wird hart und schrumpft; die Frucht büßt ihren Verkaufswert ein, selbst wenn die Kerne einwandfrei sind. Tiefere Temperaturen führen zu Kälteschäden: eingesunkene Stellen und Bräunung der Schale, verblassende Kernfarbe. Sichtbar werden diese Schäden nicht im Lager, sondern im Regal des Kunden.
Sorten, Lagerung und die Unterschiede zwischen den Märkten behandelt ausführlich unser Leitfaden Granatapfel aus der Türkei.
Verpackung
Granatäpfel werden in zwei Formaten gepackt:
- 30 × 40 × 12,5 cm Karton
- 30 × 50 × 22 cm Kunststoffkiste
Das Kaliber wird als Stückzahl je Karton angegeben. Die Gewichtsstreuung innerhalb eines Kartons bleibt gering; in Programmen des Einzelhandels zählt diese Einheitlichkeit ebenso viel wie das Kaliber selbst.
Unterlagen für Lieferungen nach Europa
Jede Partie für die Europäische Union wird auf Rückstände untersucht, und das Ergebnis wird mit den Grenzwerten des Zielmarkts abgeglichen. Wie die Grenzwerte funktionieren, erklärt unser Beitrag zu den Rückstandshöchstgehalten bei Obst und Gemüse; welche Nachweise der Handel verlangt, steht im Beitrag Welche Zertifikate europäische Einkäufer verlangen.
Granatapfel-Export: von der Ernte bis zur Verladung
Der Export von Granatäpfeln aus der Türkei läuft in sechs Schritten: Ernte, Kühlung, Sortierung, Verpackung, Kühllagerung und Versand in geschlossener Kühlkette. Als Granatapfel-Exporteur und Lieferant aus der Türkei führt Hatipoğlu Tarım alle Schritte in den eigenen Betrieben aus, aus einer Hand. Bei der Zuteilung von Exportware werden Zielmarkt, Vertriebskanal und Transitzeit des Kunden gemeinsam betrachtet; jede Partie für Europa wird zusätzlich auf Rückstände untersucht.
Für ein Angebot benötigen wir sechs Angaben: Sorte, Kaliber, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Liegen sie vor, erstellen wir Verladeplan und Angebot.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Nennen Sie uns Kaliber, Verpackung und Lieferwochen für die Granatapfel-Saison — wir senden Ihnen Plan und Preis, bevor die Ernte beginnt.

