Rotkohl aus der Türkei importieren: Leitfaden

Rotkohl aus der Türkei importieren: Leitfaden
BeiträgeSeptember 21, 2026·4 Min. Lesezeit

Rotkohl aus der Türkei wird vor allem nach einem Merkmal eingekauft, das sich auf keinem Lieferschein ablesen lässt: der Farbe. Ein tiefes Violettrot, ein fester Kopf und eine dichte Struktur entscheiden darüber, ob die Ware in der Auslage überzeugt. Hatipoğlu Tarım, seit 2002 Lieferant mit Sitz in Antalya, führt das Produkt das ganze Jahr im Lieferkalender. Im Folgenden steht, was Einkäufer wissen sollten, bevor sie Rotkohl importieren – von der Farbentwicklung über die Kiste bis zur Anfrage.

Rotkohl oder Blaukraut: ein Produkt, zwei Namen

Im Süden des deutschen Sprachraums heißt dieselbe Ware Blaukraut; gemeint ist in beiden Fällen der rot-violette Kopfkohl. Das Unternehmen beschreibt seinen Rotkohl mit drei Eigenschaften: fester Kopf, dichte Struktur, lebhafte violett-rote Farbe. Die helle Variante mit eigenen Angaben zu Gewichtsklassen und Holzkiste finden Sie im Leitfaden Weißkohl aus der Türkei.

Lieferkalender und Farbe: warum der Winter zählt

Der Kalender des Unternehmens zeigt Rotkohl von Januar bis Dezember. Innerhalb dieses Jahres gibt es dennoch einen Unterschied, auf den der Produkttext ausdrücklich hinweist: Kühle Nächte fördern die Vertiefung der Farbe, und die kräftigsten Töne zeigen sich in der Winterproduktion. Wenn die Farbtiefe für Ihre Abnehmer das Hauptargument ist, lohnt es sich, den Schwerpunkt Ihres Programms in diese Monate zu legen. Den Überblick über alle Produkte gibt der Saisonkalender für Obst und Gemüse aus der Türkei.

Wonach die Köpfe ausgewählt werden

Für den Export sortiert Hatipoğlu Tarım nach diesen Punkten:

  • Gewicht: Grundlage der Größensortierung.
  • Kopffestigkeit: Der Kopf soll fest und geschlossen sein.
  • Blätter: unversehrt.
  • Farbe: das lebhafte Violettrot, das die Ware ausmacht.

Laut Produkttext wird der Kohl noch am Erntetag geputzt, nach Größe sortiert und verpackt.

Forschungsdaten: Temperatur, Feuchte, Haltbarkeit

Die UC Davis (Postharvest Research and Extension Center) behandelt Weiß- und Rotkohl in einem gemeinsamen Datenblatt. Genannt werden dort 0 °C und mehr als 95 % relative Luftfeuchte. Die Haltbarkeit hängt vom Typ ab: 3–6 Wochen bei frühem Kohl, bis zu 6 Monate bei späten Sorten. Eine kontrollierte Atmosphäre aus 2,5–5 % O2 und 2,5–6 % CO2 hat bei 0–5 °C einen gewissen Nutzen. Nach längerer Lagerung werden Köpfe nachgeputzt, weil die äußeren Blätter leiden. Diese Zahlen stammen aus der Forschung; sie beschreiben nicht die Lagerpraxis des Unternehmens.

Zur Beurteilung der Reife empfiehlt dieselbe Quelle den Handdruck: Ein reifer, kompakter Kopf lässt sich nur wenig zusammendrücken. Gute Ware ist nach dem Entfernen der Hüllblätter sortentypisch rot gefärbt, fest, schwer für ihre Größe und hat knackige Blätter.

Ethylen: Vergilbung und Blattabwurf vermeiden

Kohl reagiert auf Ethylen mit Vergilbung und mit dem Abwurf von Blättern; die Forschungsdaten betonen deshalb eine gute Belüftung im Lager. Für die Tourenplanung heißt das: Äpfel, Birnen, Melonen und Tomaten geben Ethylen ab, und eine gemeinsame Verladung mit ihnen wird nicht empfohlen. Unkritisch ist dagegen die Kombination mit anderem Gemüse, das bei etwa 0 °C und hoher Luftfeuchte reist – etwa Weißkohl, Blumenkohl, Möhren oder Brokkoli aus der Türkei. Wie Paletten im Fahrzeug angeordnet werden, beschreibt der Beitrag Containerbeladung und Palettenordnung.

Zwei Kisten zur Wahl

Anders als beim Weißkohl stehen für Rotkohl zwei Gebinde bereit:

  • Holzkiste 40 × 50 × 22 cm
  • Kunststoffkiste 30 × 50 × 22 cm

Welche Kiste zu Ihrem Lager und Ihren Kunden passt, legen Sie mit der Bestellung fest. Wer Rotkohl für den Großhandel bestellt, nennt neben dem Kistentyp die Menge je Lieferwoche. Verladen wird auf Europaletten (80 × 120 cm); 33 davon füllen einen Standard-Kühl-Lkw von 13,60 m.

Die Zolltarifnummer für Rotkohl lautet 0704 90 (HS-Code 0704.90). Bitte lassen Sie die genaue Tarifzeile vor der ersten Lieferung von Ihrem Zollagenten bestätigen.

Dokumente, die Ihr Qualitätsmanagement erwartet

Das Unternehmen ist nach ISO 9001, ISO 22000 und ISO 10002 zertifiziert und verfügt über GLOBALG.A.P. IFA sowie GRASP. Partien für Europa werden ohne Ausnahme auf Rückstände analysiert. Welche Nachweise europäische Abnehmer üblicherweise verlangen, steht im Beitrag Welche Zertifikate europäische Einkäufer verlangen.

Ablauf und Angebot

Der Weg der Ware umfasst Ernte, Kühlung, Sortierung, Verpackung, Kühllagerung und Versand; alle sechs Stationen liegen bei Hatipoğlu Tarım in einer Hand. Als Rotkohl-Lieferant benötigen wir von Ihnen Sorte, Größe, Kistentyp, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Telefonisch sind wir unter +90 242 339 55 25 erreichbar, über WhatsApp unter +90 534 260 07 25, und schriftliche Anfragen gehen an info@hatipoglutarim.com.

Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.

Für Ihr Rotkohlprogramm nehmen Sie Kontakt auf: Aus Kistentyp, Menge und Lieferwochen erstellen wir Saisonplan und Preisangebot.