Weißkohl aus der Türkei steht laut Lieferkalender in allen zwölf Monaten zur Verfügung. Für den Einkauf zählt dabei weniger der Monat als der Kopf selbst: fest, schwer für seine Größe und mit Blättern, die eine Lagerung aushalten. Hatipoğlu Tarım ist ein Lieferant mit Sitz in Antalya, der seit 2002 frisches Obst und Gemüse exportiert. Dieser Leitfaden geht die Fragen durch, die sich stellen, bevor Sie Weißkohl importieren: Saison, Auswahlkriterien, Lagerbedingungen, Verpackung, Dokumente und Anfrage.
Was den Weißkohl im Handel ausmacht
Der Weißkohl fällt nach der Beschreibung des Unternehmens durch einen festen Kopf, eine helle Farbe und widerstandsfähige, lagerfähige Blätter auf. Das farbige Gegenstück aus demselben Sortiment behandelt der Leitfaden Rotkohl aus der Türkei importieren. Wer das Kohlprogramm um Blütengemüse erweitert, findet die Angaben dazu unter Blumenkohl aus der Türkei.
Saison: zwölf Monate, Schwerpunkt Herbst
Der Lieferkalender des Unternehmens weist für Weißkohl alle Monate von Januar bis Dezember aus. Hervorgehoben wird die Herbsternte: Feste Köpfe, die im Herbst geschnitten werden, können ihre Qualität unter geeigneten Bedingungen lange halten. Wer Kohl aus der Türkei über den Winter hinweg beziehen möchte, spricht deshalb am besten früh über Mengen und Lieferwochen. Die Erntefenster der übrigen Produkte zeigt der Saisonkalender für Obst und Gemüse aus der Türkei.
Auswahlkriterien des Unternehmens
Hatipoğlu Tarım wählt die Köpfe nach vier Kriterien aus und bereitet sie danach für den Export vor:
- Kopfgewicht: Die Ware wird nach Gewicht klassiert; die gewünschte Gewichtsklasse gehört in die Anfrage.
- Festigkeit: verlangt wird ein fester, geschlossener Kopf.
- Unversehrte Blätter: Beim Putzen bleiben zwei Außenblätter stehen, die den Kopf schützen.
- Allgemeine Qualität: Der Kopf wird als Ganzes beurteilt.
Reife und Qualität in den Forschungsdaten
Nach den Daten, die das Postharvest Research and Extension Center der UC Davis veröffentlicht, wird die Reife am Kopf selbst gemessen: Ein kompakter Kopf gibt unter mäßigem Handdruck nur leicht nach, ein sehr lockerer Kopf ist unreif. Als Qualitätsmerkmale nennt dieselbe Quelle die sortentypische Farbe nach dem Entfernen der Hüllblätter, einen festen und für seine Größe schweren Kopf sowie knackige, pralle Blätter. Insekten, Fäulnis und ein beginnender Blütentrieb gelten als Mängel. Für Ihre Wareneingangskontrolle ergibt das eine kurze Prüfliste.
Lagerung bei 0 °C und Ethylenempfindlichkeit
Dieselben Daten nennen 0 °C und eine relative Luftfeuchte von über 95 %. Früher Kohl hält sich danach 3–6 Wochen, späte Sorten bis zu 6 Monate. Bei langer Lagerung verderben die äußeren Blätter, weshalb die Köpfe nachgeputzt werden. Eine kontrollierte Atmosphäre mit 2,5–5 % O2 und 2,5–6 % CO2 bringt bei 0–5 °C einen gewissen Nutzen. Das sind Forschungswerte, keine Angaben zur Lagerführung des Unternehmens.
Kohl ist ethylenempfindlich. Ethylen führt zu Blattabwurf und Vergilbung, im Lager ist deshalb eine ausreichende Belüftung wichtig. Für die Mischladung folgt daraus zweierlei. Brokkoli, Blumenkohl, Rettich, Möhren und Zuckermais fahren ebenfalls bei rund 0 °C und hoher Luftfeuchte und lassen sich mit Kohl zusammen verladen. Von Ethylen abgebenden Früchten wie Äpfeln, Birnen, Melonen und Tomaten auf demselben Fahrzeug wird dagegen abgeraten. Die Grundlagen stehen im Beitrag Kühlkette im Export von Obst und Gemüse.
Holzkiste, Palette und Zolltarifnummer
Gepackt wird Weißkohl in der Holzkiste mit den Maßen 40 × 50 × 22 cm. Die Kisten stehen auf Europaletten von 80 × 120 cm; ein Standard-Kühl-Lkw mit 13,60 m Ladelänge nimmt 33 dieser Paletten auf, und in dieser Einheit wird der Versand geplant. Wer Weißkohl für den Großhandel anfragt, rechnet deshalb am besten gleich in Paletten. Mehr zu den Formaten steht im Beitrag Verpackung und Kistenmaße im Export.
Zolltechnisch gehört Weißkohl in die Position 0704 90 (HS-Code 0704.90). Die vollständige Tarifzeile sollte Ihr Zollagent vor dem Versand bestätigen.
Zertifikate und Rückstandsanalyse
Als Weißkohl-Lieferant legt Hatipoğlu Tarım die Zertifikate ISO 9001, ISO 22000 und ISO 10002 sowie GLOBALG.A.P. IFA und GRASP vor. Jede Partie, die nach Europa geht, durchläuft eine Rückstandsanalyse. Was die Grenzwerte für Importeure bedeuten, erläutert der Beitrag zu Rückstandshöchstgehalten bei Obst und Gemüse.
Ablauf: vom Feld bis zum Kühl-Lkw
Sechs Schritte liegen zwischen Feld und Rampe: Ernte, Kühlung, Sortierung nach Gewicht, Verpackung in der Holzkiste, Kühllagerung und Versand. Hatipoğlu Tarım führt sie in den eigenen Betrieben aus einer Hand.
Anfrage: sechs Angaben genügen
Ein Angebot für Weißkohl entsteht aus sechs Angaben: Sorte, Gewichtsklasse, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 oder per E-Mail an info@hatipoglutarim.com. Welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten, fasst der Leitfaden Türkische Lieferanten für Obst und Gemüse zusammen.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Schreiben Sie uns Gewichtsklasse, Wochenmenge und Lieferwochen für Ihren Weißkohl; wir erstellen daraus Saisonplan und Preisangebot.

