Grüne Bohnen aus der Türkei stammen aus geschütztem Anbau, und deshalb ist die Lieferung nach Angaben des Unternehmens das ganze Jahr über möglich. Die veröffentlichten Forschungsdaten nennen zwei Risiken, auf die Sie Ihre Spezifikation ausrichten sollten: Wasserverlust und Kälteschaden. Hatipoğlu Tarım wurde 2002 in Antalya gegründet, exportiert frisches Obst und Gemüse und bereitet Bohnen nach vier Auswahlkriterien für den Export vor. Der Leitfaden wendet sich an Importeure, Großhändler und Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels.
Saison: ganzjährig, mit zwei Schwerpunkten
Das Unternehmen nennt den geschützten Anbau als Grund dafür, dass ganzjährig geliefert werden kann. Die stärksten Zeiträume sind das Frühjahr und der Herbst. Grüne Bohnen für den Großhandel fragen Sie deshalb am besten mit Lieferwochen und Wochenmenge an, besonders dann, wenn Ihr Programm außerhalb dieser beiden Schwerpunkte liegt. Welche Produkte parallel laufen, zeigt der Saisonkalender für Obst und Gemüse aus der Türkei.
Der Knacktest: bricht die Hülse beim Biegen?
Grüne Bohnen werden nach ihrer lebhaft grünen Farbe, der gleichmäßigen Hülse und der knackigen Struktur beurteilt. Den einfachsten Frischetest beschreibt das Unternehmen selbst: Eine frische Hülse biegt sich nicht, sie bricht leicht. Das zeigt, dass die Bohne ihre feste Struktur behalten hat. Dieser Knacktest lässt sich im Wareneingang ohne jedes Gerät wiederholen.
Qualitätskriterien
Hatipoğlu Tarım wählt die Ware nach vier Kriterien aus:
- Farbe: lebhaftes Grün.
- Länge: die Hülsenlänge gehört in die Bestellung.
- Hülse: unversehrt, nicht gebrochen.
- Frische: die Hülse bricht beim Biegen.
Die vom UC Davis Postharvest Center veröffentlichten Daten beschreiben gute Ware ähnlich: gut geformt und gerade, leuchtend gefärbt, frisch im Aussehen, zart, aber fest. Blätter, Stiele, gebrochene Bohnen, Blütenreste und Insektenschäden sollen fehlen. Geerntet wird nach dieser Quelle etwa 8–10 Tage nach der Blüte, solange die Hülse fleischig ist und die Samen klein und grün sind. Danach mindert die Samenentwicklung die Qualität: Die Hülse wird pelzig und zäh und verliert ihr Grün.
Wasserverlust: ab 5 % sichtbar
Wasserverlust ist nach den Daten von UC Davis bei Bohnen ein häufiges Problem. Schrumpeln und Schlaffheit zeigen sich bei etwa 5 % Gewichtsverlust; nach 10–12 % gilt die Ware als nicht mehr vermarktbar. Empfohlen wird eine relative Luftfeuchte von 95–100 %. Frische grüne Bohnen brauchen also nicht nur die richtige Temperatur, sondern auch feuchte Luft.
Temperatur und Kälteschaden
Als optimalen Bereich gibt UC Davis 5–7,5 °C an; die Haltbarkeit beträgt dort 8–12 Tage. Unter 5 °C bleibt die Qualität einige Tage sehr gut, doch der Kälteschaden setzt bereits ein. Selbst bei den empfohlenen 5 °C kann nach 7–8 Tagen etwas Kälteschaden auftreten. Ethylen über 0,1 ppm verkürzt die Haltbarkeit bei 5 °C um 30–50 %; die Folgen sind Verlust der grünen Farbe und Bräunung. Für kontrollierte Atmosphäre nennt die Quelle 2–5 % Sauerstoff, die die Atmung senken, und 3–10 % Kohlendioxid, die die Farbe erhalten. All das sind Forschungswerte und keine Verfahrensbeschreibung von Hatipoğlu Tarım. Die Grundlagen finden Sie im Beitrag Kühlkette im Export von Obst und Gemüse.
Was das Unternehmen selbst beschreibt: Ernte am frühen Morgen
Zur eigenen Arbeitsweise macht der Produkttext eine klare Aussage. Die Bohnen werden in den frühen Morgenstunden geerntet und kommen in den Kühlraum, bevor die Feldwärme steigt.
Mischladung und Ethylen
Bohnen sind kälteempfindlich und gehören deshalb nicht in eine Ladung, die bei 0 °C gefahren wird. Mit Produkten aus einem benachbarten Temperaturbereich kann eine Mischladung gemeinsam mit dem Käufer geplant werden; gemeint sind Gurken, Auberginen und Paprika im Bereich von 7–12,5 °C. Ebenfalls kälteempfindlich sind Okraschoten. Weil Bohnen auf Ethylen reagieren, wird vom gemeinsamen Transport mit ethylenabgebendem Obst abgeraten.
Karton, Palette und Zolltarifnummer
Verpackt wird in Kartons von 60 × 40 × 15 cm, abgestimmt auf den Versandplan. Die Kartons stehen auf Europaletten von 80 × 120 cm; mehr zu den Formaten steht im Beitrag Verpackung und Kistenmaße im Export. Frische Bohnen fallen auf sechsstelliger Ebene unter die Unterposition 0708 20 (HS-Code 0708.20). Bevor Sie grüne Bohnen importieren, sollte Ihr Zollagent die vollständige Tarifzeile bestätigen.
Zertifikate und Rückstandsanalyse
Vorhanden sind ISO 9001, ISO 22000 und ISO 10002, dazu GLOBALG.A.P. IFA und GRASP. Jede Partie, die nach Europa geht, wird auf Rückstände analysiert. Hintergrund zu den Grenzwerten liefert der Beitrag über Rückstandshöchstgehalte bei Obst und Gemüse.
Ablauf: sechs Schritte ab dem Morgen der Ernte
Auf die Ernte am frühen Morgen folgen Kühlung, Sortierung nach Farbe, Länge und Unversehrtheit der Hülse, Verpackung, Kühllagerung und Versand. Diese sechs Schritte liegen bei Hatipoğlu Tarım in einer Hand. Geplant wird je Lkw: Ein Standard-Kühl-Lkw mit 13,60 m Ladelänge nimmt 33 Europaletten auf.
Anfrage: sechs Angaben
Ein Bohnen-Lieferant kann erst kalkulieren, wenn sechs Angaben vorliegen: Sorte, Hülsenlänge, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 und per E-Mail an info@hatipoglutarim.com. Wer das Sortiment um weiteres Hülsengemüse ergänzt, findet im Leitfaden zu frischen Erbsen ein Produkt mit ganz anderen Temperaturansprüchen.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Nennen Sie uns Hülsenlänge, Verpackung und Wochenmenge für Ihr Bohnenprogramm; wir erstellen daraus den Saisonplan und das Preisangebot.

