Erdbeeren aus der Türkei bezieht Hatipoğlu Tarım aus den Gewächshäusern von Antalya; geliefert wird von Dezember bis Mai. Das Unternehmen ist seit 2002 als Lieferant von frischem Obst und Gemüse in Antalya tätig. Der Leitfaden folgt den Fragen, die Importeure, Großhändler und Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels stellen: Wann gibt es Ware, wonach wird sie ausgewählt, wie wird sie gekühlt, in welchem Karton kommt sie an, und was gehört in eine Anfrage?
Eine Frucht, die schnelle Arbeit verlangt
Das Unternehmen beschreibt die Erdbeere als Frucht mit leuchtend roter Farbe, ausgewogenem Aroma und empfindlicher Textur, die im Export zügig und sorgfältig behandelt werden muss. Die Forschungsdaten des UC Davis Postharvest Center erklären, warum das so ist: Erdbeeren reifen unter Ethylen nicht nach und sollen deshalb nahezu vollreif geerntet werden. Physiologische Störungen spielen nach derselben Quelle kaum eine Rolle, weil die Ware schnell vermarktet und nur sehr kurz gelagert wird. Was bei der Ernte an Farbe fehlt, holt die Frucht unterwegs also nicht mehr auf.
Dezember bis Mai: die Lieferzeit
Türkische Erdbeeren aus dem Gewächshaus liefert das Unternehmen von Dezember bis Mai. Ein Erdbeerprogramm ist damit ein Winter- und Frühjahrsprogramm; nennen Sie uns die erste und die letzte Woche, in der Sie Ware brauchen. Zwei weitere Beeren des Sortiments haben eigene Leitfäden: Physalis, geerntet von Februar bis Ende Mai, und Heidelbeeren. Die Monate der übrigen Produkte stehen im Saisonkalender für Obst und Gemüse aus der Türkei.
Wonach ausgewählt wird
Vier Kriterien nennt das Unternehmen für die Auswahl vor dem Versand:
- Farbe
- Größe
- Festigkeit
- Unversehrtheit der Oberfläche
Wer Erdbeeren für den Großhandel einkauft, nennt die gewünschte Größe am besten gleich in der Anfrage. Zur Einordnung der Reife hilft ein Blick in die Daten von UC Davis: Maßstab ist die Oberflächenfarbe. Die Quelle nennt für die USA mindestens die Hälfte oder drei Viertel der Oberfläche in Rot oder Rosa, für Kalifornien zwei Drittel. Für einen annehmbaren Geschmack empfiehlt sie mindestens 7 % lösliche Trockensubstanz und/oder höchstens 0,8 % titrierbare Säure. Das sind Forschungswerte, keine Zusage des Unternehmens für eine einzelne Partie.
Direkt ins Verkaufsgebinde, dann Kaltluft
Zwei Angaben des Unternehmens sind für Einkäufer besonders wichtig. Erstens: Um unnötiges Umpacken zu vermeiden, wird direkt in das Gebinde gepflückt, in dem die Ware verkauft wird. Zweitens: In der ersten Stunde nach der Ernte werden die Früchte per Kaltluftkühlung mit Gebläse heruntergekühlt und bis zum Versand bei 0–2 °C gehalten. UC Davis gibt als Optimum 0 ± 0,5 °C bei 90–95 % relativer Luftfeuchte an. Wer frische Erdbeeren importieren will, sollte deshalb vor allem nach der Zeit zwischen Ernte und Kühlung fragen. Hintergrund liefert der Beitrag Kühlkette im Export von Obst und Gemüse.
Grauschimmel und Atmosphäre auf dem Transport
Als Verderbserreger nennen die Forschungsdaten ausdrücklich den Grauschimmel (Botrytis cinerea). Nach den von UC Davis veröffentlichten Daten verringert eine modifizierte Atmosphäre mit 10–15 % CO2 während des Transports sowohl den Grauschimmel als auch die Atmung der Frucht; am weitesten verbreitet ist eine Haube, die die ganze Palette umschließt. Ethylen aus der Lagerluft zu entfernen, kann die Entwicklung von Krankheiten ebenfalls bremsen. Diese Angaben stammen aus der Forschung und beschreiben keine Leistung des Unternehmens.
Was mit auf den Lkw passt
Erdbeeren, Heidelbeeren und Kiwi werden bei etwa 0 °C transportiert. Kälteempfindliche Früchte gehören nicht in eine solche Ladung: Bananen (13–14 °C), Ananas (7–13 °C), Drachenfrucht (10 °C) und unreife Avocado (5–13 °C).
Karton, Zolltarifnummer, Nachweise
Angeboten werden zwei Kartons: 30 × 40 × 14 cm und 40 × 60 × 10 cm; gepackt wird nach dem Versandplan. Wie Kartonmaße und Palette zusammenpassen, zeigt der Beitrag Verpackung und Kistenmaße im Export. Zollrechtlich gehören Erdbeeren zur Position 0810 10 (HS-Code 0810.10); die vollständige Tarifzeile bestätigt Ihr Zollagent vor dem Versand. Zertifiziert ist das Unternehmen nach ISO 9001, ISO 22000 und ISO 10002 sowie nach GLOBALG.A.P. IFA und GRASP. Jede Partie, die nach Europa geht, wird auf Rückstände analysiert; worauf es dabei ankommt, steht im Beitrag zu den Rückstandshöchstgehalten bei Obst und Gemüse.
Ablauf von der Pflücke bis zum Kühl-Lkw
Zum Ablauf gehören sechs Arbeitsgänge: die Ernte direkt ins Verkaufsgebinde, die Kaltluftkühlung in der ersten Stunde, die Auswahl nach den vier genannten Kriterien, das Verpacken, die Lagerung bei 0–2 °C und der Versand. Geplant wird in ganzen Lkw: Ein Standard-Kühl-Lkw von 13,60 m nimmt 33 Europaletten im Maß 80 × 120 cm auf.
So fragen Sie an
Ein Erdbeer-Lieferant kann nur so genau anbieten, wie die Anfrage ist. Wir brauchen sechs Angaben: Sorte, Größe, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 oder per E-Mail an info@hatipoglutarim.com.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, welche Größe und welche Wochenmenge Sie zwischen Dezember und Mai benötigen; daraus entstehen Saisonplan und Preisangebot für Ihre Erdbeeren.

