Grüne Peperoni aus der Türkei sind dank des geschützten Anbaus zwölf Monate im Jahr lieferbar. Für Importeure und den Großhandel lautet die eigentliche Frage deshalb nicht, ob Ware verfügbar ist. Sie lautet: Kommt jede Woche dieselbe Länge, dieselbe Schärfe und dieselbe Frische an? Hatipoğlu Tarım ist Lieferant aus Antalya, bereitet grüne Peperoni in eigenen Betrieben auf und verlädt sie das ganze Jahr über. Dieser Leitfaden richtet sich an Großhändler und Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels, die grüne Peperoni importieren möchten. Er beschreibt das Produkt, den Lieferkalender, die Qualitätskriterien, die Transportbedingungen und den Weg zum Angebot.
Grüne Peperoni: das Produkt
Grüne Peperoni, in der Türkei Yeşil acı biber genannt, sind lange, kräftig grüne Chilischoten mit deutlicher Schärfe. Sie werden frisch gegessen, gegrillt und eingelegt. Es ist die Schote, die zu Döner, Kebab und Hausmannskost auf den Teller kommt. Bleibt die Frucht an der Pflanze, reift sie aus und wird zur roten Peperoni. Im Handel sind das zwei getrennte Produkte, die getrennt bestellt werden; mehr dazu in unserem Leitfaden Rote Peperoni aus der Türkei.
Worauf es beim Import ankommt: gleichbleibende Schärfe
Schärfe sieht man einer Schote nicht an. Eine milde Spitzpaprika und eine scharfe Peperoni können nebeneinander gleich aussehen. Deshalb werden scharfe Sorten schon auf der Anbaufläche getrennt gehalten, und die Partie bleibt von der Ernte bis in den Karton unvermischt. Die häufigste Reklamation im Regal entsteht, wenn scharfe und milde Schoten in dieselbe Partie geraten. Verhindern lässt sich das nur, wenn die Trennung auf dem Feld beginnt.
Die Schärfe hängt von Sorte, Anbaubedingungen und Reifegrad ab. Peperoni aus einer heißen, trockenen Periode sind schärfer; zwischen Sommer- und Winterware derselben Sorte kann es Unterschiede geben. Am schnellsten klären Sie Ihre Erwartung, indem Sie vor der ersten Bestellung ein Muster anfordern. Wie Schärfe gemessen wird, erklärt unser Beitrag Türkische Peperoni: Scoville und Export.
Ganzjährige Lieferung für den Großhandel
Grüne Peperoni kommen aus dem Gewächshaus und sind deshalb das ganze Jahr über lieferbar. In den Sommermonaten kommt Freilandware hinzu, und die Mengen steigen. Im Winter ist die Menge begrenzter; wer seinen Wochenbedarf frühzeitig meldet, für den wird Ware reserviert. Den gesamten Kalender finden Sie im Beitrag Paprika-Saison in der Türkei.
Qualitätskriterien für grüne Peperoni
Exportware wird nach diesen Kriterien ausgewählt:
- Länge: Die Schoten im Karton sollen annähernd gleich lang sein. Den Längenbereich nennen Sie in der Bestellung.
- Farbe: kräftiges, einheitliches Grün. Früchte, die sich rot zu färben beginnen, werden aus der grünen Partie genommen.
- Schale: ohne Risse, Druckstellen und Sonnenbrand.
- Frische: feste, pralle Schote mit grünem Stiel. Eine weiche Peperoni hat Wasser verloren.
- Sortenreinheit: Kein anderer Paprikatyp darf in die Partie gelangen.
Ernte, Kühlung und Transport im Kühl-Lkw
Peperoni werden mit kurzem Stiel geerntet; ein langer Stiel sticht im Karton in die Schale der Nachbarfrucht. Die Ware wird noch am selben Tag gekühlt. Die längste Haltbarkeit erreicht Paprika bei 7,5 °C und einer relativen Luftfeuchte von über 95 %; unter diesen Bedingungen beträgt sie 3–5 Wochen. Scharfe Sorten sind gegenüber Kälteschäden etwas robuster als Blockpaprika. Trotzdem gehören sie nicht in ein Fahrzeug mit Obst, das bei 0–2 °C gefahren wird. Einzelheiten stehen im Beitrag Paprika lagern: Temperatur im Export.
Verpackung, Mindestmenge und Zolltarifnummer
Grüne Peperoni werden in zwei Kartongrößen gepackt: 30 × 40 × 12,5 cm und 60 × 40 × 15 cm. Der kleine Karton wird im Einzelhandel und in türkischen und orientalischen Lebensmittelmärkten bevorzugt, der große im Großhandel.
Der Versand wird auf Lkw-Basis geplant: Ein Kühl-Lkw mit 13,60 m Ladelänge fasst 33 Europaletten. Alle Paprikasorten werden bei derselben Temperatur gefahren. Deshalb lässt sich eine Mischladung zusammenstellen, in der grüne Peperoni neben anderen Paprikasorten stehen.
Frische Paprika fällt unter die Zolltarifnummer 0709 60 (HS-Code 0709.60). In den türkischen Tarifzeilen werden milde Sorten unter 0709.60.10 geführt. Welche Zeile für scharfe Peperoni gilt, sollten Sie vor dem Versand mit Ihrem Zollagenten abstimmen.
Rückstände und Dokumente
Für Paprika, die in die Europäische Union geht, sind die Rückstandskontrollen streng. Jede Partie wird analysiert, und das Ergebnis wird mit den Höchstgehalten des Zielmarkts verglichen. Wie die Grenzwerte funktionieren, zeigt unser Beitrag zu Rückstandshöchstgehalten. Welche Nachweise Einkäufer üblicherweise verlangen, steht im Beitrag Welche Zertifikate europäische Einkäufer verlangen.
Vom Feld bis zur Verladung: so arbeitet Ihr Lieferant
Der Weg grüner Peperoni aus der Türkei zu Ihnen hat sechs Schritte: Ernte, Kühlung am selben Tag, Sortierung, Verpackung, Kühllagerung und Versand im Kühl-Lkw. Bei Hatipoğlu Tarım laufen alle Schritte in den eigenen Betrieben, aus einer Hand. Bei der Auswahl der Exportware werden Ihr Zielmarkt, Ihr Vertriebskanal und die Transitzeit gemeinsam betrachtet.
Für ein Angebot brauchen wir sechs Angaben: Längenbereich, gewünschter Schärfegrad, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Daraus entstehen Verladeplan und Preisangebot. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 oder per E-Mail an info@hatipoglutarim.com. Wenn Sie neben grünen Peperoni weitere Sorten suchen, hilft der Leitfaden Paprika aus der Türkei importieren weiter.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Nennen Sie uns für Ihr Programm mit grünen Peperoni Länge, gewünschte Schärfe und Wochenmenge; wir bereiten Muster und Angebot vor.

