Valencia-Orangen aus der Türkei kommen dann, wenn die Tafelorangen des Winters auslaufen: Geerntet wird von März bis Juni. Die Sorte ist die bevorzugte Wahl für den Saftmarkt, weil ihr Aroma auch nach dem Pressen süß bleibt. Hatipoğlu Tarım ist seit 2002 Lieferant für frisches Obst und Gemüse mit Sitz in Antalya und bereitet Valencia in eigenen Betrieben für den Versand vor. Dieser Leitfaden wendet sich an Importeure, Großhändler und Einkäufer, die Valencia-Orangen importieren möchten, und klärt Saison, Qualität, Ernte, Kühlkette, Verpackung, Dokumente und Angebot.
Valencia: die Sorte und warum der Saftmarkt sie sucht
Die Valencia-Orange hat eine dünne Schale und einen hohen Saftgehalt. Ihr wichtigstes Merkmal zeigt sich erst im Glas: Das Aroma behält nach dem Pressen seine Süße. Deshalb wird Valencia vor allem als Saftorange nachgefragt. Auch Saftorangen für den Großhandel wählt Hatipoğlu Tarım nach Kaliber, Farbe, unversehrter Schale und Reife aus.
Späte Saison: März bis Juni
Valencia wird von März bis Juni geerntet und ist damit die späte Sorte im Orangenprogramm. Für Einkäufer hat das einen klaren Nutzen: Wenn die Saison der Navel-Sorten endet, setzt Valencia die Versorgung mit Zitrusfrüchten fort. Wer Zitrusfrüchte aus der Türkei über Winter und Frühjahr beziehen will, plant deshalb beide Gruppen nacheinander. Das gesamte Orangenprogramm beschreibt der Leitfaden Orangen aus der Türkei; die frühe Tafelsorte stellt der Beitrag über Navel-Orangen vor. Den Kalender der übrigen Zitrusarten finden Sie unter Zitrusexport und Erntesaisons.
Handernte im Frühjahr: die Blüte des Folgejahrs schonen
Valencia hat eine Eigenheit: Zur Erntezeit im Frühjahr trägt der Baum bereits die Blüten, aus denen die Ernte des nächsten Jahres entsteht. Die Früchte werden deshalb von Hand und mit besonderer Sorgfalt gepflückt, damit die Blüte des Folgejahrs keinen Schaden nimmt. Für den Einkäufer heißt das: Stimmen Sie Menge und Lieferwochen frühzeitig ab.
Qualitätskriterien für Saftorangen
Ausgewählt wird nach Kaliber, Farbe, unversehrter Schale und Reife. Im Einzelnen:
- Kaliber: einheitlich innerhalb der Partie; das gewünschte Kaliber nennen Sie in der Bestellung.
- Farbe: Intensität und Einheitlichkeit der Schalenfarbe.
- Schale: glatt, unverletzt, frei von Fäulnis.
- Festigkeit und Form: feste, gleichmäßig geformte Früchte.
- Reife: erntereife Frucht; zum Maßstab siehe unten.
Die Nachernteforschung (UC Davis) nennt als Reifemaßstab ein Verhältnis von löslicher Trockensubstanz zu Säure von mindestens 8 bei mindestens 25 % gelb-orange gefärbter Oberfläche, oder von mindestens 10 bei 25 % grün-gelber Oberfläche. Der zweite Teil zeigt: Auch eine Frucht mit grünlicher Schale kann innen reif sein. Für solche Früchte beschreibt die Forschung die Entgrünung (1–10 ppm Ethylen, 1–3 Tage, 20–30 °C). Die innere Qualität bleibt dabei gleich; Verderb und Fäulnis können allerdings schneller einsetzen.
Kühlkette und Haltbarkeit: 3–8 °C
Orangen werden bei 3–8 °C und 90–95 % relativer Luftfeuchte gelagert und transportiert. Die Haltbarkeit beträgt bis zu drei Monate und hängt von Sorte, Reifegrad bei der Ernte und Anbaugebiet ab. Bei zu niedriger Temperatur entstehen Kälteschäden: eingesunkene Stellen in der Schale, braune Flecken, mehr Fäulnis. Wo die untere Grenze liegt, hängt von Sorte, Herkunft und Reife ab. Ein geringer Wasserverlust, etwa durch Wachsen, mildert die Anzeichen.
Die wichtigsten Lagerkrankheiten sind Grünschimmel, Blauschimmel, Stielendfäulen, Braunfäule und Sauerfäule. Vorbeugung bedeutet, Verletzungen bei Ernte und Aufbereitung zu vermeiden. Mehr zur Temperaturführung steht im Beitrag Kühlkette im Export von Obst und Gemüse.
Verpackung: Kunststoffkiste oder Karton
Valencia wird in der Kunststoffkiste 30 × 50 × 22 cm oder im Karton 30 × 50 × 22 cm gepackt. Beide Gebinde haben dasselbe Grundmaß und stehen auf Europaletten mit 80 × 120 cm. Welche Gebinde im Export üblich sind, erläutert der Beitrag Verpackung und Kistenmaße im Export.
Verladen wird lkw-weise; ein Kühl-Lkw mit 13,60 m Ladelänge nimmt 33 Europaletten auf. Orangen und Mandarinen vertragen einen ähnlichen Temperaturbereich und können zusammen reisen. Zitronen brauchen 12–14 °C; in einer gemeinsamen Ladung gibt die Zitrone die Temperatur vor. Früchte, die bei 0 °C gefahren werden, gehören nicht in dasselbe Fahrzeug.
Frische Orangen stehen unter dem HS-Code 0805.10. Die vollständige Zolltarifnummer klären Sie vor dem Versand mit Ihrem Zolldienstleister.
Dokumente und Rückstände
Zertifiziert ist Hatipoğlu Tarım nach ISO 9001, ISO 22000, ISO 10002, GLOBALG.A.P. IFA und GRASP. Jede Partie, die nach Europa geht, wird auf Rückstände analysiert. Welche Nachweise Einkäufer üblicherweise anfordern, steht im Beitrag Welche Zertifikate europäische Einkäufer verlangen.
Ablauf beim Import von Valencia-Orangen
Sechs Schritte führen vom Baum zu Ihrem Lager: Handernte im Frühjahr, Kühlung, Sortierung nach Kaliber, Farbe, Schale und Reife, Verpackung in Kunststoffkiste oder Karton, Kühllagerung und Versand im Kühl-Lkw mit 33 Paletten. Sämtliche Schritte laufen in den eigenen Betrieben.
So erhalten Sie ein Angebot
Als Lieferant für Valencia-Orangen brauchen wir sechs Angaben von Ihnen: Sorte, Kaliber, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 oder per E-Mail an info@hatipoglutarim.com.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Teilen Sie uns Kaliber, Gebinde und Lieferwochen für Ihre Saftorangen mit; wir erstellen Verladeplan und Angebot.

