Wer Paprika aus der Türkei importieren möchte, kann das ganze Jahr mit einem einzigen Lieferanten planen. Im Winter liefert der geschützte Anbau rund um Antalya, im Sommer kommt Freilandware aus der Marmara- und der Ägäisregion hinzu. Hatipoğlu Tarım liefert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya und bereitet neun Paprikasorten in eigenen Betrieben auf. Diese Seite richtet sich an den Paprika-Großhandel, an Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels und an Verarbeiter. Sie fasst zusammen, was Sie für den Import brauchen: Sorten, Kalender, Verpackung, Zolltarifnummer, Dokumente, Mindestmenge und die Angaben für ein Angebot.
Welche Paprikasorten Sie aus der Türkei importieren können
Zu jeder Sorte gibt es einen eigenen Leitfaden:
- Kapya (Kapia-Paprika, rote Paprika in Spitzform): dickfleischig, dunkelrot, süß. Gefragt zum Rösten und für Paprikamark. → Kapia-Paprika
- Blockpaprika: grün, rot und gelb; blockige Form. → Blockpaprika
- Çarliston (Charleston-Paprika): hell gelbgrün, dünnfleischig, mild. → Çarliston-Paprika
- Sivri und Kıl Sivri: die lange grüne Spitzpaprika der türkischen Küche, im Spitzpaprika-Großhandel als grüne Sorte gefragt. → Türkische Paprika Sivri
- Grüne Peperoni: lang, deutlich scharf. → Grüne Peperoni aus der Türkei
- Rote Peperoni: für den Frischmarkt und für die Verarbeitung. → Rote Peperoni aus der Türkei
- Cin biberi (kleine scharfe Chili): kleinfrüchtig, sehr scharf; frisch und als Einlegeware. → Cin biberi
- Üçburun (Dreispitz-Paprika): regionale Landpaprika; begrenzte Menge. → Üçburun-Paprika
- Schwarze kalifornische Paprika: violett-schwarze Blockpaprika. → Schwarze Paprika
Einen Vergleich der scharfen Sorten finden Sie im Beitrag Türkische Peperoni: Scoville und Export.
In welchen Monaten ist Paprika aus der Türkei lieferbar?
Alle neun Sorten können zwölf Monate im Jahr bestellt werden. Im Winter kommt die Ware ausschließlich aus dem Gewächshaus. Die Menge ist dann begrenzt; wer seinen Wochenbedarf frühzeitig meldet, für den wird Ware reserviert. In den Sommermonaten kommt das Freiland hinzu, und das Volumen erreicht seinen Höchststand. Für Kapya zum Rösten und für Paprikamark sind August und September der beste Einkaufszeitraum. Die Übersicht nach Monaten steht im Beitrag Paprika-Saison in der Türkei.
Qualität: was Sie von Exportware erwarten können
Unabhängig von der Sorte gelten dieselben Kriterien: sortentypische Form und Farbe, einheitliche Größe, glänzende und pralle Schale, grüner und frischer Stiel, keine Risse und keine Druckstellen. Scharfe und milde Sorten werden schon auf der Anbaufläche getrennt gehalten, denn Schärfe sieht man einer Schote nicht an. Geerntet wird mit kurzem Stiel, gekühlt noch am selben Tag. Bei der dünnfleischigen Çarliston geschieht das innerhalb der ersten zwei Stunden nach dem Schnitt.
Verpackung und Kartonmaße
- Karton 60 × 40 × 15 cm: Blockpaprika, Çarliston, Kıl Sivri, Üçburun, Cin biberi, schwarze kalifornische Paprika
- Karton 30 × 40 × 14 cm: Kapya
- Karton 30 × 40 × 12,5 cm und 60 × 40 × 15 cm: grüne und rote Peperoni
Die Kartons passen auf die Europalette 80 × 120 cm. Das Palettenbild beschreibt unser Beitrag Verpackung und Kistenmaße im Export.
Mindestmenge und Mischladung im Paprika-Großhandel
Der Versand wird auf Lkw-Basis geplant: Ein Standard-Kühl-Lkw mit 13,60 m Ladelänge fasst 33 Europaletten. Alle Paprikasorten werden bei derselben Temperatur gefahren und lassen sich deshalb als Mischladung verladen. Sie können in einem Lkw mehrere Paprikasorten beziehen, dazu auch anderes Gemüse mit demselben Temperaturanspruch. Die längste Haltbarkeit erreicht Paprika bei 7,5 °C und einer relativen Luftfeuchte von über 95 %. Einzelheiten stehen im Beitrag Paprika lagern: Temperatur im Export.
Zolltarifnummer für frische Paprika
Frische Paprika fällt unter die Zolltarifnummer 0709 60 (HS-Code 0709.60). Die türkischen Tarifzeilen gliedern milde Sorten weiter auf:
- 0709.60.10.00.11 — Sivri (Spitzpaprika)
- 0709.60.10.00.12 — Blockpaprika
- 0709.60.10.00.13 — Çarliston
- 0709.60.10.00.14 — rote Paprika
- 0709.60.10.00.19 — andere
Welche Zeile anzumelden ist, hängt vom Produkt ab. Stimmen Sie die Einreihung vor dem Versand mit Ihrem Zollagenten ab.
Dokumente und Rückstandskontrolle beim Import
Für Paprika, die in die Europäische Union geht, sind die Rückstandskontrollen streng. Jede Partie wird analysiert, und das Ergebnis wird mit den Höchstgehalten des Zielmarkts verglichen. Im Anbau gelten GLOBALG.A.P. IFA und GRASP, im Betrieb ISO 22000, ISO 9001 und ISO 10002. Für den Grenzübertritt wird ein Pflanzengesundheitszeugnis ausgestellt. Mehr dazu: Welche Zertifikate europäische Einkäufer verlangen und unser Beitrag zu Rückstandshöchstgehalten.
Paprika-Lieferant in der Türkei auswählen: sechs Fragen
- Wird die Ware im eigenen Betrieb aufbereitet oder nur zugekauft und weiterversandt?
- Kann der Lieferant die Wochenmenge auch im Winter zusagen?
- Werden scharfe und milde Sorten auf der Anbaufläche getrennt gehalten?
- Wie viele Stunden vergehen zwischen Ernte und Kühlung?
- Wird jede Partie auf Rückstände untersucht, und lassen sich die Zertifikatsnummern überprüfen?
- Ist eine Mischladung möglich?
Diese Angaben brauchen wir für ein Angebot
Sechs Angaben genügen: Sorte, Größe oder Kaliber, Verpackung, Wochenmenge, Lieferwoche und Bestimmungsland. Daraus entstehen Verladeplan und Preisangebot. Sie erreichen uns telefonisch unter +90 242 339 55 25, per WhatsApp unter +90 534 260 07 25 oder per E-Mail an info@hatipoglutarim.com. Wenn Sie neben Paprika weitere Erzeugnisse suchen, lesen Sie unseren Leitfaden Türkische Lieferanten für Obst und Gemüse.
Hatipoğlu Tarım exportiert seit 2002 frisches Obst und Gemüse aus Antalya. Unter der Marke FİNİKE gehen 128 Produktlinien in 42 Länder; Ernte, Sortierung, Kühllagerung und Versand laufen in fünf eigenen Betrieben in Serik, Kepez, Mavikent, Yenişehir und Alaşehir zusammen.
Nennen Sie uns Sorte, Menge und Lieferwoche, wenn Sie Paprika aus der Türkei importieren möchten; wir erstellen Verladeplan und Angebot.

